Schnittmuster aufbewahren und verwalten

Wenn man erst einmal eine Weile näht, kommen einige Schnittmuster zusammen. Da verliert man schnell mal den Überblick. Da ich gerade dabei bin mein System umzustellen, dachte ich mir - ich stelle euch mal 3 Varianten vor. Ihr habt noch andere Systeme wie ihr den Überblick behaltet? Schreibt es mir doch in den Kommentaren, so dass es eine umfassende Sammlung wird. Ich freue mich über jeden einzelnen Kommentar.

Aufbewahrung in Ordnern

Bisher habe ich meine Schnittmuster in Aktenordnern sortiert. Je Schnittmuster brauchte ich einen Heftstreifen und eine abheftbare Klarsichthülle. Im Heftstreifen fand sich die Anleitung und die Folie, in der sich dann die ausgeschnittenen Schnitteile befanden. Außerdem in der Klarsichthülle liegt dann auch der Schnittmusterbogen. Ich übertrage die Schnittteile mit Hilfe von Malerfolie aus dem Baumarkt. (Wichtiger Tipp: nicht die ganz dünne nehmen, da sie sich verzieht.) Auf jedem Schnittteil vermerke ich neben allen Markierungen und Fadenlauf auch die Größe und den Namen des Schnittmusters (mit Ersteller) so stelle ich sicher, dass mir nichts durcheinander kommt. So ein Ordner kippt ja leider auch mal um und es rutscht was aus der Folie.

Die vier Ordner stehen oder liegen immer unter meinem Schreibtisch.
Dort stören sie, aber im Regal ist nicht genug Platz.

Mittlerweile bin ich bei 4 überquellenden Ordnern und einem zusätzlichem Stapel, aber kaum Regalfläche. Ganz zu schweigen von den vielen unausgedruckten Schnittmustern. Also muss eine andere Lösung her.

Aufbewahrung in Briefumschlägen in Kisten

Gesehen habe ich das bei Stoff & Stil in Berlin. Dort gibt es ein großes Regal voller Schnittmuster. Zugegeben, ganz so viele Schnittmuster sind es bei mir nicht, aber was nicht ist kann ja noch werden. Die Aufbewahrung in Ordnern hat jedenfalls nur bis zu einer bestimmten Menge an Schnittmustern gut funktioniert. Daher habe ich mir jetzt Briefumschläge mit Klotzboden (2cm) und schöne stapelbare Kisten besorgt und es wird umgestellt. Vorn auf dem Umschlag wird das Deckblatt des Schnittmusters aufgeklebt. So sehe ich auf einen Blick was sich im Umschlag befindet. Im Umschlag selbst findet sich die Anleitung und alle ausgeschnittenen Schnittteile. Bei der Beschriftung der Schnittteile werde ich erstmal bei der aufwendigen Beschriftung bleiben. Der Grund: Ich habe oft mehrere Nähprojekte gleichzeitig auf dem Tisch und ich befürchte, dass ich bei meiner Ordnung sonst alles durcheinander bringe.


Jetzt wird erst mal fleißig geklebt und umsortiert. Was mache ich jetzt nur mit den ganzen Klarsichthüllen?



Aufbewahrung in Hängeregistern

Statt in Briefumschlägen kann man die Schnittmuster auch in Hängeregisterhüllen aufbewahren. Auch hier gibt es tolle, stapelbare Kisten, die als Aufhängung dienen. Ich habe mich jedoch für die Umschläge entschieden. Ich traue den durch die Lasche "verschlosseren" Umschlägen mehr als den offenen Hängeregistermappen. Dafür haben sie den Vorteil, dass das oben überstehende Schildchen ein schnelles Finden der Schnittmuster ermöglicht. Wer noch mehr Schnittmuster hat als ich, ist mit dieser Lösung vielleicht auch ganz gut beraten. Es gibt auch Registermappen, in denen man etwas einheften kann. So dass man, meine Variante "Aufbewahrung in Ordnern" mit den Hängeregisterkisten kombinieren kann.

Boxen wie diese gibt es auch für Hängeregister. Hier sieht man den Inhalt eines Ordners. Am Ende passen drei Ordner in einen Karton. Da sich die Kartons stapeln lassen habe ich nun mehr Platz für noch mehr Schnittmuster.

Digitale Aufbewahrung

Schnittmuster, die ich noch nicht genäht habe sammle ich erstmal nur digital. Das ist eine platzsparende Lösung. Manche Shops (wie Makerist) liefern den tollen Service der steten Verfügbarkeit meiner gekauften Schnittmuster, aber ich kaufe nicht immer alles nur in einem Shop. Ich weiß auch oft nicht mehr wo ich das Schnittmuster eigentlich gekauft habe und eine shopübergreifende Suchfunktion in diversen Accounts gibt es nicht. Daher speichere ich alle Schnittmuster gesammelt ab. Um auch in meinem Schnittmuster Ordner auf dem PC durchzusehen habe ich begonnen alle Schnittmuster nach einem einheitlichen Schema zu benennen. Ich habe mich für dieses entschieden: "Schnittmusterersteller_Schnittmustername_Größenskala" 
Ein Ordner oder eine Datei heißt dann zum Beispiel: "Schnabelina_Trotzkopf_50 bis 110". So kommt auch meine Suche klar. Einmal weiß ich den Schnittmustername eun einmal den des Erstellers. Alle Datein und Ordner sind in Ordnern nach Oberteile, Hosen/Röcke, Kleider, Jacken u.s.w. sortiert. Bei allein 110 Kinderschnittmustern brauchte es schlicht ein System. Mit diesem fahre ich seh gut. Ich speichere meine Schnittmuster in der Cloud. So sind sie sicher vor einer abrauchenden Festplatte oder einem verlorenen Tablet. Wie sortiert ihr auf dem PC? Sichert ihr eure E-Books?


Wie sortiert und lagert ihr eure Schnittmuster? Ich freu mich über jeden einzelnen Kommentar. Ich bin dann mal weiter sortieren, denn ich brauche Platz zum Nähen. Ich bin nämlich als Designnäherin bei Virginie dabei. Dazu nächste Woche mehr!

Verlinkt mit: Pamelopee und Zwergstücke


Kommentare

  1. Ich habe noch lange nicht sooo viele Schnittmuster und die wohnen in 2 Ordnern.

    Digitale Schnittmuster hab ich in einem Ordner auf dem PC. Ordner Kinder, Erwachsene, sonstige.Allerdings betitele ich anders.
    Zuerst kommt was es für ein Schnittmuster ist , also so ... T-Shirt, Name des Schnittmusters, von wem, Größe. Ich finde so viel besser was ich suche.

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Das mit der Anzahl der Schnittmuster hat sich bei mir im Laufe der Zeit irgendwie verselbstständigt :D

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