Schnittmuster selbst erstellen - Die richtige Ausstattung

Es gibt viele, viele Schnittmuster im World Wide Web und dennoch ist es manchmal schön sich einen Schnitt selbst zu erstellen. Für unsere morgige Nähparty konnte ich mich für keinen meiner Schnitte so richtig begeistern und es sollen auch erst einmal ein paar Stoffe weggenäht werden, die noch hier liegen und auf Verarbeitung warten. Nach einiger Suche im Netz habe ich beschlossen, dass das so heute mit mir nichts wird. Also machen wir das mit dem Schnittmuster einfach selbst.

Was braucht man zur Schnittmustererstellung?

Auf einem großen Tisch arbeitet es sich am besten.


großes Zeichenpapier - Ich nehme hier Flipchartpapier. Eignen tut sich auch Tapete oder Metaplanpapier. Wichtig ist, dass ihr auf dem Papier ausreichend Platz zum konstruieren habt.

großes Geodreieck - Mein Geodreieck ist an der Hypothenuse nur 30 cm lang. Etwas größer wäre besser, da man dann bei Abwinkeln nicht absetzen muss. Ausreichend ist diese Größe aber durchaus.

Kurvenlineal - Ein Kurvenlineal ist hilfreich, um die Bögen anzuzeichnen. Es gibt Schneiderlinieale, die Winkelmesser und Kurvenlineal in einem sind. Man kann die Bögen und Kurven zur Not aber auch Freihand zeichnen.

Stifte - Zum Schnittmusterzeichnen arbeite ich am liebsten mit einem Bleistift. Der Vorteil: Korrekturen lassen sich leichter vornehmen, als bei einem Kulli oder Feinschreiber. Für die Beschriftung der Schnitteile ist eventuell ein Kulli besser.

Maßband - Wer ein Schnittmuster selbst erstellen möchte braucht seine Körpermaße. Diese nehmt ihr wie gewohnt mit einem Maßband ab. Für viele Maße braucht ihr dann auch  noch jemanden, der euch vermisst. Der richtige Stand macht oft schon ein oder zwei Zentimeter aus. Für eine gute Passform ist genaues Ausmessen ungemein wichtig.

Schreibblock - Den Block braucht ihr zum einen, um eure Maße festzuhalten, aber auch um die eine oder andere Berechnung durchzuführen. In der Regel lassen sich die Berechnungen im Kopf durchführen. Wer sich nach einem anstrengenden Tag seiner Kopfrechenkünste nicht mehr sicher ist nimmt einen Taschenrechner zur Hand, aber keine Sorge. Bisher musste ich noch keine Potenzen ermitteln.


Anleitung - Eine gute Anleitung ist meiner Meinung nach das Wichtigste für eine Hobbyschneiderin. Ich habe mir dafür vor etwa 2 Jahren das Buch "Bekleidung Schnittkonstruktion für Damenmode" (ISBN: 978-3-8085-6236-9) gekauft. Es wird alles sehr genau erklärt und man erkennt nach und nach ein System hinter der Herangehensweise. Selbst für eine Hobbynäherin wie mich ist es mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung gut machbar einen Schnitt selbst zu kreiiren.  

Schere - Die Schere benötigt ihr erst ganz zum Schluss zum ausschneiden eures fertigen Schnitteils.



Heute habe ich mir ein Schnittmuster für einen kurzen, geraden Rock mit Abnähern erstellt. Morgen wird er zunächst mit einem günstigen Stoff zur Probe genäht bevor der tolle Jaquard-Jersey von Stoff & Stil und der Stretch-Jeans von Fadenlauf aus Schwerin verarbeitet wird.

v. l. Jaquard-Jersey, Jeansstrech, Melange-Sweat

Habt ihr schon mal eigene Schnittmuster erstellt? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Ich finde es ja viel einfacher eigene Schnittmuster später noch anzupassen, da ich verstanden habe, wie sie aufgebaut sind. Wie geht es euch beim Anpassen und erstellen? Kennt ihr tolle Anleitungen zum selbst erstellen eines Schnittes?

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